TROJANER – Inszenieren mit szenografischer List

Tragik und Faszination, Verwunderung und Beeindruckung, Realität und Metaphorik - das Trojanische Pferd ist gleichzeitig göttliches Geschenk und Teufels Werk, gebaute Tragik, erlebtes Wunder. Es ist ein Instrument, ein Vehikel, eine List und ein Objekt riskanter Begierde. Es ist verhängnis- und verheißungsvoll. Es vereint Tragik und Poesie. Je nach Perspektive ist es Fluch und Segen, Phänomen und Metapher zugleich.

 

Kleiner, in korinthischem Stil gemalter Aryballos aus rotgelbem Ton | https://bit.ly/2MYni8b

«Die Trojaner» - Inszenierung nach Calixto Bieito. Staatstheater Nürnberg, 2017. | https://bit.ly/32l56vP

Die Studierenden aus dem 3ten und 5ten Semester konzipieren, gestalten und realisieren ein «Trojanisches Pferd». Ein Objekt, ein Ding, ein Artefakt, eine Skulptur, einen Parasit, etwas Gelandetes, etwas Gewachsenes, aus dem Boden Sprießendes, an der Fassade Kletterndes. Etwas Dynamisches, was sich bewegt, was kriecht, stolpert, sich in den Weg legt, blockiert, Besitz ergreift – auf jeden Fall Aufmerksamkeit erzeugt. Mystisch, unerklärlich, sich als ein Geschenk anbietet, etwas Kultisches, Obskures an sich hat – Neugierde, Interesse, wenn nicht sogar Begierde erweckt.

 

Dozent
Prof. Uwe R. Brückner

Assistenz
Lea Lardrot

Studierende des Instituts Innenarchitektur und Szenografie
Umaj Barth, Tabea Eisenring, Jana Furrer, Joël Gasser, Naima Heim, Ying-Hua Huang, Nicole Imhof, Paul Jahn, Noémie Käppeli, Charlotte Martin

Externe Experten
Heike Dürscheid, Dramaturgin
Hans-Martin Siegrist, Historiker